26.07.2007
CDA sieht
Öffnung des Arbeitmarktes kritisch
Die CDA sieht die Vorstöße zur Öffnung des
deutschen
Arbeitsmarkts für osteuropäische Arbeitnehmer vor dem
Jahr
2009 kritisch. CDA-Hauptgeschäftsführer Martin Kamp
sagte in
einem Interview des Deutschlandradios: Man sei derzeit von
Vollbeschäftigung weit entfernt. Unter den Arbeitslosen gebe
es
aber viele qualifizierbare Kräfte. Darum gelte es,
zunächst
auf Fortbildung zu setzen, vor allem auch bei älteren
Menschen.
Erst wenn all diese Schritte abgearbeitet seien, könne man
sich
Gedanken über den weiteren Weg machen, betonte Kamp. Setze man
aber jetzt schon auf die billigere und bequemere Lösung und
öffne den Arbeitsmarkt, werde sich das eines Tages
rächen.
Für die Wirtschaft müsse es weiter heißen:
„Bildung, Ausbildung, Weiterbildung.“
CDA-Vize Ralf Brauksiepe, der arbeitsmarktpolitische Sprecher der
Unions-Fraktion im Bundestag, forderte ein „Gesamtkonzept",
um
die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte zu steuern. Es
gebe
keinen Grund, Osteuropäer schlechter zu stellen als Zuwanderer
aus
anderen Regionen. Eine Verknüpfung mit dem Thema Mindestlohn
ergibt sich für den CDU-Politiker daraus aber nicht:
„Einen
unmittelbaren Zusammenhang sehe ich nicht."
Warnungen vor Lohndumping kamen dagegen vom CDA-Bundesvorstandmitglied
Uwe Schummer MdB. Eine «vorschnelle
Öffnung» des
Arbeitsmarkts wäre ein «völlig falsches
Signal»,
sagte Schummer. Damit werde die
«Geiz-ist-geil-Mentalität
von Unternehmern unterstützt, lieber billige Facharbeiter zu
importieren als selbst auszubilden».